Besuchsdienst

Echte Menschen –  Wie der Besuchsdienst der Kirchgemeinde Begegnungen vertieft

Die Grundlage ist einfach: Echte Menschen begegnen sich. Echte Menschen tun etwas. Keine virtuellen Begegnungen, keine AI-gestützte Kommunikation. Die einen Menschen sind bereit, im Auftrag der Kirchgemeinde Zeit zu geben für Besuche, Briefe, regelmässige Treffen. Die andern sind – auf den ersten Blick – die Empfänger:innen dieser Zeit. Der zweite Blick, und dieser ist zentral und auch die Bedingung dafür, dass man für die Kirchgemeinde unterwegs sein kann, zeigt: Wer Zeit gibt, ist auch Empfänger:in. Begegnungen zwischen echten Menschen sind nie einseitig, sie bereichern jene, die Reserven haben genau so wie jene, deren Radius kleiner geworden ist. Der Besuchsdienst öffnet Räume – zur Begegnung, zum zusammen unterwegs sein für eine gewisse Zeit, zum sich einlassen können, um seinen eigenen und den Horizont der andern zu erweitern. 

«Professionell» bedeutet nicht, dass man ausgebildet und bezahlt ist (Ihre Spesen erhalten Sie selbstverständlich vergütet). Professionell ist die Haltung, mit der man im Besuchsdienst mitmacht: Der Respekt, die Vertraulichkeit, die Zuverlässigkeit. Dafür bietet die Kirchgemeinde jedes Jahr Weiterbildungen und Einführungen an. Und wer mitmacht, unterschreibt eine Verschwiegenheitserklärung - denn jeder besuchte Mensch soll sicher sein können, dass alles, was besprochen wird, in diesem Raum unter diesen zwei Menschen bleibt. 

Diese Angebote bestehen aus:

Zeit – zu – Zweit
Sie möchten gerne jemanden regelmässig besuchen oder selber besucht werden? Regelmässig bedeutet: Das, was Sie als Zeitrahmen miteinander festlegen. Sie schenken Ihre Zeit oder nehmen das Geschenk entgegen und leisten einander Gesellschaft im Gespräch, auf einem Spaziergang, am Telefon, bei einer gemeinsamen Unternehmung. Ausgeschlossen sind Hilfen in Haushalt oder Garten, da diese durch Spitexdienste abgedeckt werden können.

Handgeschrieben
Wie schön ist es, eine von Hand geschriebene Karte zu erhalten. Die Karten-Schreibgruppe ‘Handgeschrieben’ schreibt zu verschiedenen Anlässen persönliche Karten. Die Anlässe für ein handschriftliches Geschenk sind vielfältig und können nach und nach durch die entstehende Gruppe bestimmt werden. Beginnen werden wir mit einem Gruss an die Neuzuzüger:innen der reformierten Kirchgemeinde.

Adventsbesuche
Während der Adventszeit besuchen Sie mehrere Personen (die Anzahl kann von Ihnen selber bestimmt werden), die über 85 Jahre alt sind und bringen Ihnen einen Adventsgruss und ein kleines Geschenk der Kirchgemeinde. Die Aufteilung der Besuche findet im jeweils an einem Treffen im November statt.


Mithelfen im Besuchsdienst: Voraussetzungen und Erwartungen
Wer im Auftrag der Kirchgemeinde im Besuchsdienst mitmacht, unterschreibt die Schweigepflichtserklärung. Interessierte Personen finden Sie hier: Schweigepflichtserklärung.pdf. 

Pro Jahr bietet die Kirchgemeinde 3-4 Weiterbildungsveranstaltungen an, an denen die Teilnahme der Mitglieder des Besuchsdienstes an mindestens zwei Dritteln der Weiterbildungen erwartet wird. Ausnahmeregelungen sind möglich, wenn jemand andernorts Weiterbildungen besucht, die thematisch für den Besuchsdienst geeignet sind. Das aktuelle Programm finden Sie hier: Weiterbildungsprogramm 2026.pdf

Es ist zudem sinnvoll, sich die Frage zur eigenen Motivation, in einem Bereich des Besuchsdienstes mitzuarbeiten, immer mal wieder zu stellen. Hier einige Hinweise: Grundsätzliche Fragen.pdf

Möchten Sie mitwirken?
Für alle Fragen, die Anmeldung für einen Bereich des Besuchsdienstes oder den Wunsch nach einem Besuch, wenden Sie sich an: Pfrn. Priska Friedli.